XUND erhält hohes sechsstelliges Investment von Haselsteiner und Tyrolean Business Angels

10.
März 2020

Schnell, einfach und präzise: der KI-gestützte Gesundheitsassistent von XUND soll Patienten künftig zuverlässige und vertrauenswürdige Informationen über die eigene Gesundheit liefern – bequem via App. Das Wiener Healthtech Start-up steht mit seiner iOS-App kurz vor dem Launch und hat dafür nun eine Finanzierungsrunde in einem hohen sechsstelligen Bereich abgeschlossen. Unter der Führung von Peak Pride konnten mit der Haselsteiner Familien-Privatstiftung und den Tyrolean Business Angels zwei namhafte Investoren gewonnen werden. 

Der Patient im Mittelpunkt

Das 2018 von Tamás Petrovics, Lukas Seper und Dr. Zoltán Tarabo gegründete Start-up beschäftigt bereits 12 Mitarbeiter und hat neben dem Hauptsitz in Wien auch ein Büro in Budapest. Mit der Entwicklung einer digitalen Schnittstelle zwischen Patienten und dem Gesundheitssystem will XUND die Qualität und den Zugang zur Gesundheitsversorgung verbessern.

Analog zu einem Arztgespräch wird dabei in der Interaktion mit dem Nutzer auf bestehende, gesundheitliche Beschwerden eingegangen. Durch die Analyse von zusätzlichen Informationen wie Alter, Geschlecht und Krankheitsgeschichte sollen mögliche Zusammenhänge erkannt und wahrscheinliche Krankheitsbilder frühzeitig und zuverlässig identifiziert werden. Auf der Grundlage des persönlichen Gesundheitsprofils können dann individuelle Diagnose- und Behandlungspfade aufgezeigt und relevante Gesundheitsdienstleistungen angeboten werden. Das kann ein geeigneter Arzt in der Umgebung, die nächste offene Apotheke oder aber auch eine digitale Anwendung sein.

Durch ein internes Team an Ärzten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen stellt XUND sicher, dass die medizinischen Inhalte in der App verständlich und nachvollziehbar dargestellt werden. Dadurch sollen Nutzer selbst dazu ermächtigt werden, informierte Entscheidungen zu treffen, Gesundheitsrisiken zu reduzieren und somit die Lebensqualität zu erhöhen. 

Innovationssprung durch Künstliche Intelligenz 

Technologisch möglich macht das die eigens entwickelte Medical Engine, die im Laufe des Jahres auch Versicherungen, Krankenkassen und anderen Gesundheitsunternehmen als API-Lösung zur Verfügung gestellt werden soll. Gemeinsam mit der TU Wien unter der Leitung von Prof. Allan Hanbury, selbst Co-Founder des Wiener Start-ups contextflow, wurde dafür im vergangenen Jahr das Tool DISCO (Disease Symptom Correlations Obtainment) entwickelt.

Die medizinischen Inhalte der App werden dabei zunächst mit Hilfe künstlicher Intelligenz aus 1,5 Millionen wissenschaftlicher Fachpublikationen extrahiert und klassifiziert, bevor sie durch das ärztliche Team von XUND überprüft und mit Erfahrungen aus der langjährigen Praxis angereichert werden. Deutlich wird die technologische Innovation dadurch, dass ein einzelner Arzt ohne KI-Unterstützung für die Durchsicht dieser Datenmengen mehr als 420 Jahre benötigen würde.

Innerhalb kürzester Zeit hat XUND ein skalierbares Produkt mit vielseitig verwertbarem Technology Stack entwickelt

Sebastian Wiener, Investment Manager Peak Pride

Datensouveränität bei Patienten 

Dank Privacy by Design müssen sich Nutzer künftig auch keine Sorgen mehr um ihre sensiblen Gesundheitsdaten machen. In sogenannten Health Tresors werden die Daten mittels Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) unabhängig und losgelöst von XUND gespeichert und verwaltet. Darüber hinaus stellt eine Blockchain-Lösung sicher, dass jeder Zugriff auf den persönlichen Health Tresor transparent und nachvollziehbar protokolliert wird. Die Hoheit über die Daten liegt also jederzeit und ausschließlich in den Händen der Nutzer. 

Die Investoren zeigen sich begeistert von dem Healthtech Start-up: „Überzeugt hat uns insbesondere das starke Gründerteam, das über die letzten Monate große Ausdauer und Umsetzungsstärke bewiesen hat. Innerhalb kürzester Zeit hat XUND ein skalierbares Produkt mit vielseitig verwertbarem Technology Stack entwickelt, das einen echten Mehrwert für alle Stakeholder bietet“, sagt Sebastian Wiener, Investment Managervon Peak Pride.

Zertifizierung als Medizinprodukt 

Vor dem Markteintritt soll XUND die Zertifizierung als Medizinprodukt erhalten. Mit diesem Schritt will das Team sicherstellen, dass die Patientensicherheit vollumfänglich gewährleistet ist und die Medical Engine sowohl den höchsten Qualitätsstandards als auch den rechtlichen Anforderungen entspricht. Der Launch der iOS-App, die sich aktuell in der Beta-Phase befindet, soll möglichst zeitnah realisiert werden. Für die Markteinführung fokussiert sich XUND zunächst auf den deutschsprachigen Raum. „Danach wollen wir schrittweise in andere EU-Länder expandieren. Vor allem Osteuropa ist für uns ein attraktiver Zielmarkt, wo wir glauben einen signifikanten Impact auf die Qualität der Gesundheitsversorgung haben zu können“, so Tamás Petrovics, Co-Founder und CEO von XUND.

Über XUND 

Das 2018 in Wien gegründete Healthtech Start-up XUND entwickelt einen KI-gestützten Gesundheitsassistenten, der die Qualität und den Zugang zur Gesundheitsversorgung verbessern soll. Das Unternehmen beschäftigt bereits 12 Mitarbeiter und hat neben dem Hauptsitz in Wien auch ein Büro in Budapest. Die iOS-App befindet sich aktuell in der Betaphase und soll im Mai als Medizinprodukt launchen.

https://xund.ai 

Über die Haselsteiner Familien-Privatstiftung 

Dr. Hans-Peter Haselsteiner, der aus einem Kärntner Bauunternehmen einen global aktiven Baukonzern, die STRABAG SE, formte, ist neben zahlreichen unternehmerischen Aktivitäten (Westbahn, Remus, etc.) über die Beteiligungsgesellschaft seiner Privatstiftung auch im Venture Capital Bereich aktiv. Seine HPH Start-up Unit unterstützt unter der Führung von Peak Pride Start-ups mit finanziellen Mitteln und bei Bedarf mit strategischer und betriebswirtschaftlicher Expertise. Einen starken Fokus setzt die HPH Start-up Unit seit Anfang 2019 dabei auf Investments im Bereich PropTech und Digital Health.

https://peak-pride.com 

Über Tyrolean Business Angels 

Die Tyrolean Business Angel GmbH (TBA) wurde vom Südtiroler Unternehmer Harald Oberrauch, Inhaber der Unternehmen Durst Group und Alupress AG, gegründet. Die TBA unterstützt vor allem technologieorientierte Start-ups im Alpenraum. Auf Initiative der TBA wurde 2018 das Tyrolean Business Angel Netzwerk tba.network  gegründet, dessen 22 Mitglieder aus den unterschiedlichsten Branchen kommen und einzeln oder gemeinsam investieren bzw. als Partner für Pilotprojekte zur Verfügung stehen.

https://t-ba.eu
https://tba.network

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